Gefordert waren die Beamten der Finanzkontrolle Schwarzarbeit (FKS) vom Hauptzollamt Potsdam auf einer Baustelle in Teltow. Die dort tätigen Bauarbeiter verschwanden bei ihrem Eintreffen eilig in alle Richtungen
Von den 43 dort tätigen Arbeitern wollten 35 die anstehende Kontrolle durch ihre Flucht vermeiden und dafür hatten sie auch „gute Gründe“. Jeder dritte der Geflohenen hielt sich illegal in Deutschland auf. Bei einem wurden zusätzlich Betäubungsmittel gefunden. Da bei den Männern aus verschiedenen Herkunftsländern Unstimmigkeiten bei Aufenthalt oder Arbeitsverhältnis bestanden, wurden sie der dafür zutändigen Ausländerbehörde übergeben.
Luftiges Versteck
Einigen Schwarzarbeitern gelang zunächst die Flucht von der Baustelle. Doch ihre Freude währte nur kurz. Mit Hilfe der Teltower Polizei wurden die geflüchteten Bauarbeiter im Stadtgebiet gefunden und der Finanzkontrolle Schwarzarbeit des Zolls übergeben. Bei der anschließenden gemeinsamen Durchsuchung der Baustelle von Polizei und Zoll wurden weitere Schwarzarbeiter, versteckt unter Abdeckplanen und Rigipsplatten, gefunden. Artistische Qualitäten bewiesen drei Arbeiter, die sich liegend auf einem Dachbalken versteckten. Doch auch ihr luftiges Versteck wurde entdeckt.
Knausrige Arbeitgeber
Die FKS-Kontrolle ergab außerdem einige sozialversicherungsrechtliche Verstöße. Gegen einen auf der Baustelle angetroffenen Arbeitgeber leitet der Zoll ein Ermittlungsverfahren wegen Beihilfe zum illegalen Aufenthalt, unerlaubter Ausländerbeschäftigung und Meldeverstößen ein. Einige der Arbeiter sagten, sie seien von ihren Arbeitgebern getäuscht worden und hätten bisher kaum oder keinen Lohn erhalten.
Ausgelöst hatte den FKS-Einsatz auf der Baustelle in Teltow eine vorhergehende Prüfung der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau). Auch bei deren Kontrolle waren sieben Personen geflohen um sich einer Prüfung ihrer Papiere zu entziehen. Deshalb informierte die Berufsgenossenschaft den Zoll und bat um eine Überprüfung der Baustelle.
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Quelle: PM Zoll 17.10.23